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moon/vereinigungskirche/carp

Erfahrungsberichte von ehemaligen Mitgliedern:


Interview mit einer Moon-Aussteigerin, das KV-Schülerinnen aus Zürich geführt haben.

Die Eltern von Gloriett wurden durch ihren Messias San Myung Mun 1977 verheiratet, sie selbst wurde 1978 als "Gesegnetes Kind" in diese Gemeinschaft hineingeboren. Ihre Zeit als Mitglied der Mun-Familie erlebte sie nicht nur negativ, doch ihre Zweifel bewogen sie, mit 19 Jahren die Mun- Bewegung und auch ihre Familie zu verlassen.

Story des Ex-Moonie Ingo M. (englisch)

Die Erfahrungen von Lev Semenov während der Jahre der Expansion von Moon in Russland und in der GUS.

Die Erfahrungen von Danny Harth, Gordon Neufeld, Simona Olkalne, Brenda Henry, Bill Taylor, Karen Garant-Radke und John Guzman (englisch)

Die Studentin Geri-Ann Galanti möchte sich für ein Wochenende zu den Moonies begeben, um etwas über die Wirkungsweise von Gehirnwäsche in Erfahrung zu bringen...

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Erfahrungsberichte auf dieser Seite:


Andreas Senkel über seine Reise nach Amerika und zu den Moonies.

Warum bleibt man bei einer Gruppe wie den Munies hängen? Eine Geschichte, wie sie jedem passieren könnte, wenn er oder sie nicht bemerkt, welche Mechanismen bei der Anwerbung bewusst angewandt werden. Als Mitglied ist man sich zwar bewusst, dass man dem Neuling einiges vorenthält, aber da es ja für eine "gute Sache" ist, fühlt sich niemand irgendwie schuldig.

Ten years in Moon's gravity - Fifteen years ago I went to the USA for 6 weeks… 6 weeks which became 10 years.

Einladung zu einem Stundentenabend - Das wichtigste für alle Moonies ist bei dieser ersten Begegnung, dass man als Gast die Einführungslektion versteht. Während in einem kleinen Raum alle, Moonies und Gäste, mehr oder weniger interessiert und ganz unvoreingenommen einem Vortrag zuhören, beten im Keller drei bis fünf Mitglieder der Gruppe für die Neulinge.

growing up with the moonies - It's one of my earliest memories: I'm 4, and kneeling with my parents before the man we call "Father" - the Reverend Sun Myung Moon, head of the Unification Church.



meine amerika-reise

Mein Name ist Andreas Senkel. Ich komme aus dem Süden Deutschlands und bin 1993, im Alter von 21 Jahren, in New York auf die Vereinigungskirche gestoßen - genauer gesagt auf C.A.R.P.- welche auf dem Broadway versuchten neue Mitglieder zu werben. Ich wurde von einer Deutschen und einem Japaner mit einem Fragebogen angesprochen und da es sich sehr interessant anhörte was ihr "Studentenclub" so mache, ließ ich mich dazu überreden, mit Ihnen in Ihr Zentrum zu gehen und mir dort einen Vortrag über Ihren Verein anzuhören.

Es war mein erster Tag in Amerika und ich hatte vor, 3 Monate durch die Lande zu ziehen um etwas von dem Land und den Leuten hier mitzubekommen. Dass es dann allerdings dreieinhalb Jahre werden würden, hätte ich mir nie träumen lassen.

Die Idee Wissenschaft und Religion zusammenzubringen fand ich sehr interessant und noch mehr die Idee mit jungen Leuten aus aller Welt darüber zu diskutieren, wie man so etwas erreichen könnte. Nach dem Einführungsvortrag wurde ich bedrängt mit auf ein Seminarwochenende nach Queens zu gehen, worauf ich mich schließlich einließ. Dann kam der 7-Tage, der 21-Tage und schließlich der 40-Tage Kurs in welchem ich mich dann auch entschloss den Moonies beizutreten.

Dann fingen wir an, in der Umgebung von New York mit kleinen reflektierenden Bildern zu fundraisen. Die Etappen wurden immer länger, bis ich dann, von meinem Teamleiter aus gesehen, bereit war um mit einem Team durch Amerika zu tingeln und dort Geld für das Unternehmen Moon aufzutreiben. Dies tat ich dann auch aufopfernd 2 Jahre lang, bis ich zum Teamleiter befördert wurde, wodurch mein Leben aber nicht gerade einfacher wurde. Dazu kam noch die Segnung, bei welcher mir Moon eine Frau aussuchte, welche ich weder kannte noch deren Sprache ich beherrschte. Wir konnten uns erst ein Jahr später für knappe 3 Tage in Washington D. C. sehen, wobei wir uns allerdings immer noch nicht ohne Dolmetscher unterhalten konnten.

Was wir allerdings konnten war die "Indemnity Stick Ceremony" hinter uns zu bringen, was nichts anderes bedeutet als seinem/r Partner/in dreimal mit voller Kraft (mit einem baseballschlägerartigem Prügel) auf seinen/ihren Hintern einzuschlagen, um so "böse Geister auszutreiben".

Zwei Monate später war es mir dann dank meiner um mich kämpfenden Eltern möglich die Vereinigungsbewegung zu verlassen und mir mein Leben neu aufzubauen. Dafür werde ich ihnen ewig dankbar sein!

Da ich die Moonies zu diesem Zeitpunkt verlassen konnte, kann ich nun sagen, dass mir meine Zeit dort auch etwas gebracht hat, mir viele neue Eindrücke verlieh, ich mich mit Menschen aus anderen Kulturkreisen auseinander zusetzen hatte, Vorträge/Andachten vor anderen zu halten, etc...

Aber während dieser 3,5 Jahre befand ich mich ständig unter Stress, zudem geplagt von meinem Gewissen dass ich nicht genügend für den neuen Messias tue und dass ich nicht unter Tränen mit Gott leiden konnte. Während jeder freien Minute versuchte ich die göttlichen Prinzipien zu lesen oder welche von meinen mir selbst auferlegten "Indemnity Conditions" abzuarbeiten. Meine damalige Freundin wie auch meine Eltern und Freunde lies ich im Ungewissen zurück, d.h. ich schrieb ihnen nicht bei welcher Gruppierung ich mich befand, (was mir auch nahegelegt wurde) sondern belog sie.

Hätte ich den Absprung nicht geschafft, würde ich heute irgendwo mit einer Frau zusammenleben welche ich nicht lieben würde, und vielleicht schon Kinder mit ihr haben, welche ich dann nicht nach meinen eigenen Vorstellungen erziehen würde, sondern so wie es Moon gerne hätte. Diese Vorstellung ist der absolute Horror für mich, denn das wäre nicht mehr ich der da leben würde, sondern nur noch ein Abbild von Moon.

Seit fast vier Jahren bin ich nun schon absolut glücklich verliebt und befinde mich gerade inmitten eines Fahrzeugtechnik-Studiums, welches ich hoffe bald hinter mich gebracht zu haben. Ich möchte alle Menschen nochmals danken, die mir dabei geholfen haben mich selbst wieder zu finden!!

Andreas Senkel

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warum bleibt man bei einer gruppe wie den munies hängen?

Was jedem passieren könnte, wenn er oder sie nicht bemerkt welche Mechanismen bei der Anwerbung bewusst angewandt werden. Als Mitglied ist man sich bewusst, dass man dem Neuling einiges vorenthält, aber da es ja für eine "gute Sache" ist, fühlt sich niemand irgendwie schuldig.

Kontrolle der Kommunikation

Da wurde ich doch am ersten Abend ins Seminar eingeladen. Sofort nachdem ich mich dafür entschieden hatte wurde ich gebeten, in der Jugendherberge meine Sachen abzuholen, mit der Aussage: "Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, hole einfach Deine Sachen und sage Du schläfst bei Freunden." Dies so zu tun war schon das erste Mal, als ich nicht so gehandelt hatte, wie ich es normalerweise getan hätte, nämlich keine Ausrede angewendet, sondern, gesagt was Sache ist, falls es nötig gewesen wäre. So hätte mich eventuell auch noch jemand von meinem Plan in das Seminar zu gehen abhalten können. Denn die Jugi wusste schon zu jenem Zeitpunkt bescheid über die Munies.

Wenn man dann ins Camp kommt, weiss man nicht, was die andern schon alles über einem erfahren haben. (Das wird alles per Telefon schon vor der Ankunft übermittelt) Daraus entsteht dann eine Herzlichkeit, die auf einem sehr spontan wirkt, es aber nicht ist, da sie im Camp schon mehr wissen über den Neuling, als dieser erahnen kann.

Da man, einmal drinnen, keine Informationen von der Aussenwelt mehr erhält, ist man auch ni9cht mehr in der Lage, objektive Entscheidungen zu treffen. Infos von aussen sind notwendig, um objektiv zu entscheiden.

Man ist überrascht, dass in den Lektionen viel über Religion gesprochen wird. Obwohl man damit nach dem Einführungsvortrag am ersten Abend nicht rechnete. Dieses Unbehagen behält man dann aber für sich, da man sich damit ziemlich alleine fühlt, denn es spricht niemand negativ, da ...

In den ersten Lektionen werden ein paar Verhaltensregeln durchgegeben, um ein "tolles Zusammensein" zu ermöglichen. Zum Beispiel: "Versuche Unstimmigkeiten in dir nicht zu nähren" oder "gib negativen Gedanken keinen Nährboden" ("no give and take with negativity" oder später: "no give and take with satan/ or evil").

Wenn man während den Lektionen Fragen hatte, wurde man angewiesen jene bis zum Schluss aufzubewahren, weil sie meist während dem Vortrag sowieso beantwortet würden (aber alles zu seiner Zeit und Folge, kritische Gedanken sind nicht erwünscht) oder da man es bis zum Schluss eh wieder vergessen hatte, da man so verblüfft war über die Einfachheit des Gesamtinhaltes der Lektionen. Die Devise hiess 'Don't feat a steak to a baby', also durfte man Neulingen nicht Dinge erläutern, die sie noch gar nicht verdauen konnten.

Es wird ein Umfeld geschaffen, das sehr spontan wirkt = persönliche Manipulation

Mit einem jungen, spontanen Auftreten wird versucht, von der Manipulation abzulenken und Vertrauen zu schaffen: Zum Beispiel im Park beim ersten Kontakt. Sie wirken ganz spontan, wenn sie sagen 'wir treffen heute junge Leute, um sie für diesen speziellen Internationalen Abend einzuladen. 'Dies ist aber in Wirklichkeit ihre tägliche Arbeit. Oder eine mir schon ziemlich vertraute Person sagte zu mir am Einführungsabend, 'ich gehe zu diesem Workshop der morgen beginnt, komm doch auch mit.'

Die folgenden Grundsätze wurden uns immer wieder vermittelt:
- wir tun Gottes Wille andere nicht
- alles was wir hinterfragen ist teuflisch (evil)
- alle Taten, die wir in der Organisation tun, sind für einen höheren Sinn. (= higher purpose , Muniesprache)
- wir sollten absolut vertrauen haben, wie die Kinder ( = be like a child)

Wenn man andere auch überredete, fühlte man sich selber gut, da man ja in den Augen der andern das einzig richtige gemacht hat. Man wolle ja dazugehören. ' I want to be in one heart with God' = ein Herz mit Gott sein: Man hatte gelernt, was Gott am liebsten mag, und wenn man das tun konnte, fühlte man sich wohl und geborgen.

Man beginnt sich anzupassen!

Verlangen nach Reinheit

Im totalitären Milieu ist die Welt streng geteilt in Rein und Unrein, in das absolut Gute und das absolut Schlechte. (Good and Evil) Zum Guten gehören natürlich die Ideen, Gefühle und Handlungen, die sich mit der Ideologie und ihrer Politik vereinbaren lassen. Alles andere gehört zum schlechten und Unreinen.

Das bedeutet, der Manipulierte wird dazu gebracht, seine eigenen Mängel als Ergebnis äusserer Einflüsse zu sehen, als Einflüsse einer bedrohlichen Welt ausserhalb, gegen die er sich zur Wehr setzen muss, um sein eigenes Schuldgefühl loszuwerden.

Für mich in der Organisation bedeutete dies:
- Es gibt das absolut Gute und das absolut Schlechte
- je mehr wir über Reinheit sprachen, desto schuldiger fühlten wir uns bei jedem "unreinen" Gedanken. Das musste gar nichts Schlimmes sein. Zum Beispiel der Gedanke 'diese Person sieht jetzt aber gut aus' oder 'diese Person gefällt mir' konnte zur totalen Belastung werden.

Deshalb bestraften wir uns auch immer wieder durch noch härter arbeiten, rennen von Haus zu Haus, noch weniger schlaf, fasten, Gebetsrituale u.s.w. Da niemand perfekt ist, gab es immer Fehler, die als Schuld und demzufolge Bestrafung genutzt werden konnten. Leute, die an sich zu viele Schwächen zu erkennen glaubten, neigten zu selbstzerstörerischen Taten: sich schlagen, kalte Duschen, langes Fasten, Schlafentzug etc.

Weiter musste alles, was man tat für einen guten Zweck sein, also zum Nutzen der Organisation, denn sie handelte ja nur für das Gute. (( Das ist eben die grösste Täuschung )). Man beichtete seine Schwächen und Fehler dem Vorgesetzten, das war für die Reinheit sehr wichtig. Damit machte man sich wieder empfänglich, um neue Anweisungen entgegenzunehmen. Für den guten Zweck, liess sich alles rechtfertigen. Auch Lügen war erlaubt, solange es dem Zweck diente.

Als Mitglied hörte man in Reden und Vorträge von hochrangigen Mitgliedern immer wieder, welche aufopfernden Leben diese führten und würdigte ihre Lebensweise. Dementsprechend fühlte man sich selbst noch unwürdiger überhaupt mitreden zu können und war dankbar, doch wenigstens als Mitglied aufgenommen zu sein. Das Ziel war, auch einmal so perfekt zu werden.

Der Kult der Selbstanklage

In enger Verbindung mit der Forderung absoluter Reinheit, wird verlangt, dass Vergehen gebeichtet werden. Es sind zum Teil auch Bekenntnisse die man ablegt, die einem künstlich auferlegt werden. Bereuung ablegen dient verschiedenen Zwecken. Es ist zunächst ein Mittel persönlicher Reinigung, zweitens aber auch ein Akt symbolischer Selbstaufgabe. Drittens ist es ein Mittel, alles über die Lebenserfahrungen, Gedanken, und Leidenschaften jedes einzelnen Mitgliedes zu erfahren und über jenen zu richten. In meiner Erfahrung wurden diese Schwachpunkte im geeigneten Zeitpunkt wieder aufgegriffen um zum Beispiel eine Überheblichkeit zu vermeiden.

Einige Beispiele:

- Man bereute für die sogenannte "Aussenwelt " und fühlte sich dann gestärkt, da man zu den einzigen Leuten gehörte, die die Wahrheit besassen.

Die 'heilige Botschaft'

Die Lehre ist die absolute Wahrheit und es ist nicht erlaubt, diese Dogmen irgendwie in Frage zu stellen. Während man selber die üblichen Gesetze der Logik ignorierte, wurde gleichzeitig Anspruch auf absolute Logik und Präzision erhoben. So wurde die moralische Vision letztlich zur Wissenschaft und der Mensch der wagte , sie zu kritisieren oder auch nur unausgesprochene andere Ideen hegte, wurde als respektlos und unmoralisch bezeichnet.

Als Mitglied versuchte man, sich abzuschirmen und mied jegliche Arten von Wissens- und Erfahrungsaustausch, die nötig gewesen wären für echte Selbstverwirklichung und schöpferische Entwicklung.

Es war zum Beispiel nicht erlaubt Lehre oder Moon als Messias in Frage zu stellen.

Die Naturgesetze existieren und sind wahr. Wer also Moons Wahrheit in Frage stellen würde, würde auch die Naturgesetze in Frage stellen, denn die Wahrheit ist auf ihnen aufgebaut. Moon zufolge gab es auch religiöse und moralische Naturgesetze, die wahr sind und die ganze Menschheit befolgen muss, wenn sie das Himmelreich auf Erden erleben will. Die Lehre war also das Zentrum des Lebens in dieser Gruppe, da gab es keine Abweichungen. Und da Gott absolut ist, war auch die Lehre absolut, die er - durch Moon - verkündete. Moon sagte: "Etwas, das nicht nach den Regeln der absoluten Wahrheit funktioniert, hat gar kein recht zu existieren."

Da wir bereits alle unsere eigenen schmerzhaften Erfahrungen im Leben gemacht hatten, fühlten wir uns hingezogen zu einer Lehre, die sagte, dass Gott leidet beim Anblick der vielen Missstände auf dieser Welt, die ja die seine ist.

Manipulation der Sprache

Die Sprache der totalitären Umgebung ist gekennzeichnet durch das Klischee, das jedes Denken ausschliesst. Die schwierigsten Probleme werden in kurze Parolen gepackt und damit endgültig geklärt und betitelt. Dadurch entsteht eine Verarmung des früheren Vokabulars oder man lernt Ausdrücke in einer Fremdsprache, die in Wirklichkeit gar nicht existieren. Auf der einen Seite ist man stolz darauf, speziell zu sein. Diese Überheblichkeit führt aber in der Kommunikation mit der "Aussenwelt" zu enormen Schwierigkeiten, da man gewohnt ist alles zu betiteln und durch diese Brille zu sehen. (daran ist wieder Satan schuld, dass die Aussenwelt nicht so denkt wie ein Mitglied. )

Ein paar typische Ausdrücke der Munies: 'fallen nuture' = unwürdige Natur, auf einen Menschen bezogen, der arrogant wirkt. Spiritual = jemand denkt wie es von der Organisation geliebt wird. Horizontal = jemand denkt zu oberflächlich. Cain - Abel problem, Chapter two problem = jemand hat eine Vorliebe für einen Partner, was für nicht gesegnete Paare nicht erwünscht ist. Common base with satan = bedeutet in etwa, dass man seine Gedankenwelt mit Satan teilt.

Die Lehre hat Vorrang vor dem Menschen

Durch die sterile Sprache werden menschliche Erfahrungen den Ansprüchen der Lehre untergeordnet. So ändert man Menschen, indem man soziale und politische Dinge, aber auch charakterliche Eigenschaften mit Worten der "Kirche" ersetzt und einordnet. Die Munies haben zum Beispiel eine klare Erklärung, weshalb die Berliner Mauer gefallen ist. Oder ich lerne, wie Gott mich im Leben zu dieser Organisation geleitet hat. Alles was geschieht wird spirituell erklärt; es hat alles einen Grund und eine Erklärung, es war der Einfluss von Gott oder Satan.

Die engagiertesten Mitglieder sind jene, die ihr Leben aus Gottes Gesichtspunkt sehen und mit der Lehre übereinstimmen und nach ihr leben. ( according to the teaching = The Principle )

Zu- und Aberkennung der Existenzberechtigung

Nur wer sich der Organisation, deren Lehre und Praktiken total unterordnet, fühlt sich geborgen und elitär. Die Existenz jedes Mitgliedes wird vom Glauben abhängig gemacht. Ideologischer Totalitarismus kann einem Menschen äusserst beglückende Empfindungen vermitteln: ein Gefühl, über alles Gewöhnliche hinauszuwachsen, sich von der Last menschlicher Unsicherheit zu befreien, in eine nie gekannte Späre der Wahrheit, Wirklichkeit, des Vertrauens vorgedrungen zu sein. Daraus kann aber auch eine extreme Angst entstehen, den Ansprüchen nicht zu genügen und deshalb vor dem Nichts zu stehen.

Munies denken: wir sind die Leute, die sich direkt im Kontakt mit Gott befinden = God centred people = Unifacationists = wahre Kinder, Söhne und Töchter Gottes. Das Gegenteil wäre -- not God centred people = die Aussenstehenden = Satans Leute. Nur wer Mitglied ist, ist errettet und in sicheren Händen.

Es wurde sogar gesagt, dass Leute, die die Organisation verlassen, Gefahr laufen, einen Unfall zu bauen, in den Drogen- oder Alkoholkonsum zu verfallen oder sich sogar das Leben zu nehmen. Dies, weil sie sich zurück in Satans Obhut begaben. Meine Erklärung dazu wäre: Ich kann mir als Ehemaliges Mitglied durchaus vorstellen, dass jemand, der die Organisation ohne gezielte Beratung verlässt, Schwierigkeiten haben kann ausserhalb der Gruppe, aufgrund aller oben erwähnten Indoktrinationspunkte. Mit guter Beratung ist ein Ausstieg aber durchaus empfehlenswert, dazu gäbe es viele tolle Beispiele. Ich bin eines davon.

Die Lehre aber vertritt die Idee, dass es nur einen lohnenswerten Weg zu gehen gibt: jenen der Organisation. Die Bewegung lehrt, was immer geschieht, verlasse nie die Organisation, sonst wäre es besser du würdest dein Leben verlieren als den Glauben. Wenn du die Gruppe verlässt, kann dich Gott nicht mehr beschützen. Es wird sogar behauptet, für jene, die die Wahrheit einmal gehört haben sei es viel schlimmer die Gruppe zu verlassen, als sich unter jenen zu befinden, die sie nie gehört haben. Innerhalb der Gruppe war man geistig am Leben, ausserhalb geistig tot.

Anita Brunner

ehemaliges Mitglied der "Mun-Sekte" - Vereinigungsbewegung, CARP oder heute Jugendföderation für den Weltfrieden, Jan. 2001

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ten years in moon's gravity

Fifteen years ago I went to the USA for 6 weeks… 6 weeks which became 10 years.

In 1984 I was an idealistic (naïve) Australian out to see the world and discover the purpose of life, the universe and everything. I first stayed in Hawaii where I surfed and windsurfed. Though I had a good life I felt I was missing something… a sense of purpose, & belonging. I became a "born-again" Christian and started going to a Protestant Christian Church. I then went to Southern California and then San Francisco. On the second day of a bicycle trip from the Bay Area to LA I wound up at Bush Street with the San Francisco CARP (moonies) on a Friday night (November 11 1984) and was whisked off to "Camp K" (later called Maacama Hills). If you’re an x-moonie you will know the rest well: 7, 21, & 40 day workshops, MFT, witnessing, campus work (mainly Chabot College, Hayward & Berkeley), & the Unification Theological Seminay (class of 92).

After 7 years I began to develop a growing awareness of what was really happening in the UC and the "true family." My doubts grew but I wasn’t sure. I then started to chart my own course on the edges of the movement: photographer for the ILS in Russia, english teacher in Korea, business ethics lecturer at some run-down universities in Novosibirsk, Siberia, and project coordinator for RYS projects in Turkey, Thailand, Malaysia, and the Philippines. At the same time I was trying to reach some conclusions as to who Rev Moon really was … a giant fraud or a true Messiah (who perhaps just didn’t fit my preconceptions of a messiah). After so much indoctrination it wasn’t easy separating the fact from fiction.

After 10 years I’d had enough… I still wasn’t completely sure but I couldn’t believe in what "the movement" was doing. It was clear to me that most activities were just PR without any substance. I was at the Assembly of World Religions in Korea in 1992 and the atmosphere was very bad. Moon was basically sulking because the religious leaders from other religions were not bowing down to him and proclaiming him the messiah. The last few years of being a "rebel moonie" had been exciting but nowhere was home.

I returned to Australia at the very end of 1994 and refused to go back to NY where my "blessed" wife (’92) was working directly for Moon’s eldest son, Hyo Jin Moon, at the Manhattan Center. Some of you may know Madelene Pretorious.. a good email friend of mine now. It was about 8 months after I cut all ties with "the movement" that Madelene herself left and told me all about the Moon family (see the book by Hyo Jin’s wife, Nan Sook… plus more). That was an incredibly liberating day for me because I finally had irrefutable direct evidence that what I suspected was true: Moon and his family were frauds and hypocrites (those that hadn’t rejected Rev Moon at least). It was as if a weight dropped off my back … a burden of guilt conditioning I didn’t fully realise I was carrying.

I now live back in Australia with my wife Junko, who I met here in Australia (never been in the UC), near the beaches where I grew up. Its been five years since I returned now but I still haven’t completely gotten over that whole experience. The betrayal. It was like having a spouse who you totally trusted and put your faith in… who you dedicated your life to for at least 7 years and then you gradually start to find it harder and harder to ignore the evidence that your spouse has been deceiving you and cheating on you all along! You’re in denial. You find it hard to believe that anyone could be so shamelessly manipulative, then one day, a close friend tells you how they walked in on them having sex with the church choir etc. Finally you can deny it no more!

I find it hard to feel quite the same dedication and commitment to anything that I once had. However, I am one of the very fortunate ones. I’ve come out of the whole experience with my health and basic well being still reasonably intact. There were many whose physical and emotional health suffered far more… including a friend who now uses a wheelchair as the result of an MFT car accident.

These days I work as a community officer for the education department and go surfing most days. Even if sometimes I feel that I don’t really fit in here in Australia (or perhaps anywhere) I still have a lot to be grateful for. There are worse fates then joining the Moonies… but I don’t recommend it.

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einladung zu einem studentenabend

Mit zwei Freundinnen begann ich die Reise durch die USA. In Kalifornien angekommen, eröffneten sie mir, dass sie hier ihre Reise unterbrechen würden, da ihr erspartes Geld bald zu Ende gehe. Ich hatte nichts dagegen und zog voller Optimismus, neue Freunde kennenzulernen, allein weiter nach San Francisco. Kaum in dieser schönen Stadt angekommen, ruhte ich mich in einem Park an der Fisherman's Wharf etwas aus. Bald tauchten zwei Personen auf, eine Frau aus Neuseeland und ein Mann aus Brasilien, die sich als Studenten aus Berkeley vorstellten und mich zu einem internationalen Studentenabend einluden. Da ich keine Studentin war, sondern auf Durchreise, wehrte ich vorerst ab.

Sie begannen dann, mich über meine Reise, mein Zuhause und die Schweiz auszufragen, und vergassen dabei nicht, mich immer wieder aufzumuntern, am Studentenabend teilzunehmen. Ein bisschen neugierig war ich schon und dachte, dass ich dabei auch etwas lernen könnte und zu Hause mehr zu erzählen hätte. Um sicher zu gehen, wollte ich doch noch wissen, wie ernst es den beiden wirklich war, und bat sie, mich zum nächsten Briefkasten zu begleiten. Das war für die zwei selbstverständlich, und so folgte ich ihnen in die Bushstreet. Wie ich später feststellte, war so ein internationaler Abend keine besondere Sache, sondern wurde jeden Tag in demselben Haus in San Francisco veranstaltet. Übrigens studierte keiner der Organisatoren oder Teilnehmer wirklich in Berkeley. Damals glaubte ich noch, dass ich ein ganz spezieller Gast sei. Nach dem Abendessen, im Unterhaltungsteil, trug ich sogar noch ein Schweizer Lied vor.

Das wichtigste für alle Moonies ist bei dieser Begegnung, dass man als Gast die Einführungslektion versteht. Während in einem kleinen Raum alle, Moonies und Gäste, mehr oder weniger interessiert und ganz unvoreingenommen einem Vortrag zuhören, beten im Keller drei bis fünf Mitglieder der Gruppe für die Neulinge. Damit soll erreicht werden, dass die geistige Welt dem Gast bei der Entscheidung, ins anschliessende Seminar zu gehen, behilflich ist. Dort soll er dann mehr von der Lehre des Messias hören. Ihr Gott muss wohl jene Gebete gehört haben, denn ich entschloss mich, meine Reise zu unterbrechen, um für eine Woche dieses Seminar zu besuchen. Am selben Abend ging es noch los. Mit einem Bus voller Leute fuhren wir ins Dunkel der Bay Area. Meine Vorstellung war, dass dieses Seminar an einem US- College in der Region stattfinden würde. Unsere Fahrt endete aber erst nach ca. 1 1/ 2 Stunden auf dem Land in einem ehemaligen Pfadfinderheim. Gleich nach der Ankunft wurde mir ein Raum zugewiesen, in dem schon ein paar Mädchen aus Deutschland waren und noch zwei Matratzen frei waren. Uns wurde geraten, ganz ruhig zu sein und auch gleich ins Bett zu gehen, damit wir die anderen nicht stören. Der eigentliche Grund war natürlich, zu verhindern, dass sich die Neulinge untereinander kennen lernten und austauschten. Sie sollten nur mit Leitern und Mitgliedern kommunizieren und eine Beziehung aufbauen. Doch das ahnt man als neuer Gast noch nicht. Ich empfand die Atmosphäre im Camp vielmehr als warm und herzlich.

Mit zahlreichen Vorträgen über die Lehre und einem straffen Tagesablauf versuchte die Gruppe dann, die Gäste mehr und mehr von der Aussenwelt zu isolieren. So habe ich recht bald meine Eltern als fehlerhafte Menschen gesehen und nur noch geglaubt, was ich in der Gruppe lernte. Ich war auf einmal fest überzeugt, dass Gott mich zu einer speziellen Mission auserwählt hatte. Als Lebensaufgabe hatte ich nun zur Schaffung einer idealen Welt beizutragen. Von nun an sprach Gott nur noch durch das Lehrmaterial der Moonies oder direkt durch meine Leiter.

Die Einführung in die Vereinigungskirche bzw. CARP fiel bei mir auf fruchtbaren Boden. Ich war bereit, alles, was mir vertraut und lieb war im Leben, für die neue, wichtige Mission aufzugeben. Zu meinen Aufgaben gehörte vorerst, Geld zu sammeln. Dazu wurde uns erklärt, dass für jede Geldspende der Spendende eine entsprechende Führung zum Himmelreich bzw. zur Erkenntnis des Messias (San Myung Moon) erhalten würde.

Etwa nach einem Jahr fleissigen Einsatzes wurde ich als Gruppenleiterin im Camp eingesetzt. Hier war es nun sehr wichtig, dass sich die Gäste geborgen fühlten. Es war meine Pflicht, von den Neulingen in meiner Gruppe möglichst viel über ihr Leben zu erfahren, aber auch Fragen oder Unstimmigkeiten zu entdecken. Diese Information musste ich dann an die vortragende Person der "göttlichen Prinzipien" weiterleiten, damit er/sie gezielt auf die Zuhörer eingehen konnte. Das war nur ein Weg, wie versucht wurde, die Neulinge mit den richtigen Worten zu gewinnen.

Zu weiteren Aufgaben gehörte für mich auch, auf kalifornischen Schulhöfen oder auf den Strassen von San Francisco neue Mitglieder anzuwerben. Ich war auf den Studentenkongressen in New York, England und Paris dabei und am Anfang sogar noch Reise- und Gruppenleiterin für sowjetische Studentinnen, die für ein kurzes Seminar in die USA eingeladen wurden.

Für die meisten Mitglieder der Vereinigungskirche waren die ersten drei Jahre zum "Fundraisen" vorgesehen. Bei mir nahm die Illusion nach 4 ½ Jahren Mitgliedschaft ein Ende. Ich fand, dass es an der Zeit sei, meine Eltern wieder einmal zu besuchen. Meine Leiter waren geteilter Meinung, ob sie mir die Erlaubnis geben sollten, zumal eigene Entscheidungen nicht erwünscht waren. Ich dachte mir einfach, nachdem ich noch ein Auffrischungsseminar besucht hatte, dass mir nichts im Wege stehen könnte, die "gute Botschaft" weiter zu verkünden. Die Moonies befürchten, dass Eltern versuchen, ihr Kind von einer Rückkehr in die Gruppe zurückzuhalten. Deshalb raten sie von einem Besuch zu Hause ab, ausser die Eltern haben sich als Sympathisanten der Gruppe erwiesen. Als ich zu Hause ankam, war es dann auch so, dass meine Eltern zwei gut informierte, ehemalige Moonies eingeladen hatten, die mit mir über Für und Wider der Bewegung und deren Ideologie reden sollten. Obwohl ich in der Gruppe gelernt hatte, auf solche Diskussionen niemals einzugehen, hatte ich keine Bedenken, dass mir irgend jemand diesen "absolut richtigen Glauben" nehmen könnte. Tagelang wurde diskutiert, bis es mir dann doch etwas bang wurde, als ich feststellen musste, dass in dieser "messianischen" Bewegung viele Lügen benutzt wurden, die selbst ich in voller Selbstverständlichkeit weiterverbreitet hatte.

Zu jenem Zeitpunkt war eine Rückkehr zu den Moonies für mich ausgeschlossen, doch Zweifel, ob nicht doch etwas Wahres an dem erlernten Glauben sein könnte, blieben noch über Monate. Berichte und Gespräche mit weiteren Ehemaligen, auch von anderen Kulten, halfen mir wesentlich, die destruktiven Zusammenhänge zu erkennen und mich in m einem jetzigen Leben wieder gut zurechtzufinden.

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growing up with the moonies

It's one of my earliest memories: I'm 4, and kneeling with my parents before the man we call "Father" - the Reverend Sun Myung Moon, head of the Unification Church. Our heads are pressed to the ground, and when I dare to look up I'm filled with gratitude, awe, and terror. Already, I know this man as someone who might hug me one minute and scream at me the next. If it is the latter, I know, my parents cannot protect me. He is God to them, and they will not go against him - even for their daughter.

My mother and father, Dennis and Doris Orme, were among Moon's original Western followers and had become high-ranking members of his organization. As a 3-year-old, I was taken away from them to be raised in various "community houses," as were most Moonie children at the time, including my half sister from my mother's first marriage. Over the next 12 years, I lived all over the world, though as a small child most of my time was spent in England. I had at least 50 different caretakers, whose role was to teach me to preach the word of the man we believed to be the reincarnated Jesus Christ.

At first, it was a world in which I felt special - a "blessed child," the first Westerner born into the Unification Church, a child "without sin" simply because my parents had been married by Moon. He told people that one day he might even marry me to one of his sons. Although I missed living with my parents during my early childhood, I had loving caregivers and was surrounded by people who deeply believed that the world could be better - purged of hatred and racism, with all of us living as equals.

But I also learned that there was another side to the teachings of Moon. by the time I was 5, I was sitting though seven-hour lectures - listening to his heated dissertations on the decadence of the modern world and his plans to unify all Christians under his leadership. As I grew older, I witnessed frightening pre-marriage ceremonies in which the bride and

groom-to-be beat each other with bats to rid themselves of evil. I had also learned that the lives of Moon's followers were utterly controlled by him - and that he was the parent I was supposed to rely on. I'll never forget my tenth birthday. I was living near my parents in England, and my mother was planning to come visit to help me celebrate. I couldn't wait

to see her. But by late in the evening, she still hadn't arrived, and the next day I learned that she had been sent to work in the United States. I wouldn't see her for a year.

I became devoted to Moon - I covered the walls of my room with his pictures and filled my childhood diaries with scrawled declarations of my love for him.

When I was 11, Moon decided I should leave England. I was to go to Korea to learn the language and culture - a special honor, which was to prepare me to marry in the church. But in England, I was at least able to see my parents occasionally. In Korea, thousands of miles away from them, I was passed from one caretaker to another. I felt abandoned and unloved. And I felt out of place among my black-haired and brown-eyed Asian classmates.

I was tall and blond, and I couldn't speak their language.

Initially, I was also terrified of the Korean teachers, who would hit children who didn't do as they were told. In England, I had always been treated well because of my parents' position in the church - and the change was shocking. After six months, I began to grow increasingly bold and angry. Before long I had earned myself a reputation as a troublemaker.

The situation came to a head after I'd been in Korea for about a year. I had an appendicitis attack, and the Moon followers refused to let me see a doctor, sending me to a Chinese herbalist instead. They said that I was faking it to get attention and that I wasn't praying hard enough. By the time they finally relented, I had developed peritonitis and nearly died.

News of my illness did bring my mother to Korea. Despite her years of Moon training, she was appalled at my condition and at the way I had been treated. The Korean Unification Church was very different from the church she knew, and she packed me up and took me to Germany, where she and my father were living. It was the first time in my life that I lived alone with my parents, and I was in heaven. But within months, Moon found out and ordered me to return to Korea. My parents, programmed to follow his commands without question, agreed. I was furious - particularly with my father. Somehow I had held on to the idea that he would rescue me, and when he didn't I was devastated. The day they took me to the airport, I cried hysterically, begging them to let me stay. For the first time, I admitted to them - and to myself - that I had grown to hate the life we led under Moon.

Some months after my return to Korea, a friend of mine got me an audience with Moon, who was visiting the country. Again, I asked him to allow me to return to my parents. His response staggered me: For an hour, I cowered as he screamed at me. I had seen him hit others, and I was terrified he would hit me. He didn't, but he ranted on and on that I was

betraying my family and betraying him; that I was his child, not my parents' child, and therefore, had to obey him; that I was stubborn and domineering like a Western woman; and that I had to learn to submit. Finally, I had agreed to stay, knowing that at 13 I really had no other choice.

For two years, I regularly asked for permission to leave, but generally feigned obedience. To do otherwise was to risk incurring the anger of Moon and of the followers with whom I lived. But inside I was increasingly unhappy and confused. I saw that Moon and the other leaders were like royalty - driving expensive cars and living in beautiful homes, rather than leading the frugal, spartan lives of the more lowly members. It was common knowledge that some of the highest-ranking members of the church routinely violated church teachings banning premarital sex, drugs, and alcohol. Even Moon, it was said, had several children out of wedlock; a good friend of mine was believed to be one of them. I began to feel torn in half. Life with the Moonies was all I'd ever known, and everyone I loved was a true believer.

In 1985, when I was 15, I was allowed to rejoin my parents, who shortly thereafter moved to Washington, DC, to help establish the church's operations in the United States. There was no Moon school in place yet, and so for the first time in my life I was sent to a public school.

Suddenly, I had friends who were Catholics and Jews, Presbyterians and Mormons. They practiced their religions as faithfully as I had practiced mine, and yet they lived in the world. I began to understand that religion didn't have to be a form of tyranny.

After my first year of high school, I was sent to a Unification Church summer camp in New York State. Physical punishment is common in these camps for anyone who dares to disagree with the church line; in the past, my outspokenness had led to beatings from teachers who thought they would "cure" me of my bad ways. I was never seriously attacked, but it wouldn't have mattered if I had been - no one ever calls in outside authorities: One of the church's central tenets is that followers of Moon will handle their own problems. But that summer, I was fed up with the abuse. When a group of boys followed me out of a lecture center and began to shove me around, I threatened to have my parents call the police. Everyone was shocked by my resistance - and so was I.

My reeducation continued when I entered Mount Vernon College in Washington, DC. Because there was only one Moon college at the time, many Moon children attended public colleges, with tuition paid by student loans and their parents. For me, the taste of freedom was overwhelming, and it gave me the strength to begin an outright rebellion. But whenever I gathered the courage to write my parents and tell them of my doubts, I was met with reprimands for my lack of faith.

It was becoming clear to me that I was headed toward leaving the church. But if I left, I knew, I would be treated like a leper by everyone I loved. I had shamed my parents, and my friends told me I was asking not only for exile, but also for eternal damnation. I couldn't imagine leaving, and yet I knew I couldn't stay. I felt crushed, broken, and increasingly depressed.

Shortly after I started my second year at Mount Vernon, I attempted suicide. I had had a horrible fight with my parents because they were trying to convince me to be more involved in the church - perhaps even marry another Moon follower. When I got back to the dorm, I swallowed almost a whole bottle of sleeping pills. I just wanted it all to be over. Fortunately, one of my friends found me and took me to the hospital. The episode terrified me - and my parents. For a time, they backed off, and I again pretended to toe the line.

By my junior year, there wasn't enough money for college. I was forced to drop out and moved to Arizona with my parents. They had fallen out of favor with Moon because they had publicly questioned many things, including extravagant purchases for him when other members were essentially living in poverty. They were beginning to see some of the

hypocrisy in the church too, but years of dedication didn't fall away easily; they insisted that the problems were not their leader's doing - the trouble must be the work of his lieutenants. Their confusion deepened my own, and at 21, I was becoming more and more depressed. Finally, when word came that Moon had decreed I marry a member of the church, I had a nervous breakdown. For weeks, I was unable to get out of my bed. My parents hid my condition from other church members, fearing that I'd be permanently ostracized.

I begged my parents to allow me to return to England. It represented the only place I could call home, and I believed that by reaching back to the past, I could make a decision regarding my future; either I would rediscover my faith in "Father" and agree to proceed with the marriage, or I would walk away from the church forever.

It didn't take long for me to make a decision. When I arrived in England, I was picked up at the airport by two church members who drove me around for hours, berating me for my lack of faith. Finally they took me to the home of a woman who had been one of my caretakers when I was a child. I was crying hysterically - and at last, I had seen enough.

People who would treat me so badly weren't people who loved me.

With the help of some other former Moonies, I found and apartment in London and managed to support myself with a series of low-paying jobs. As I made new, non-Moonie friends, I kept my past a secret - even when I met a young college student named Jonathan Collins. He was the son of a regular, middle-class British family. I was afraid that if he found out about my childhood, he'd think I was one of the "nuts" he decried one night as we watched a TV news report on the deaths of members of the Branch Davidian cult in Waco, TX.

But as Jonathan and I grew closer, I knew the truth would have to come out. I had left the Moonies, but they hadn't left me. The church teaches its members to be fearful - to see Satan in everyone. I found it hard to trust anyone, and at night I was tortured by fears that because I had renounced Moon, something horrible would happen to me or the people I

loved. I would remind myself that it was mind control - utter nonsense - but a lifetime of believing in Moon's propaganda made shaking the lies difficult.

Finally, I told Jonathan about my past, and his response was all I could have hoped for. For the first time in my life, I understood what people meant when they said they were happy.

We decided to move to the United States together, where we settled in Phoenix. In 1994, two years after we met, we were married. Jonathan started to study cults and attend conferences in an effort to understand what I'd been through. We also began rebuilding my ties to my parents and my half sister, all of whom had finally left the church as well. In the

wake of my decision to leave, their own doubts intensified. They began standing up to the "official" church on more and more issues and finally came to the painful realization that they, too, could no longer support the work of Moon. After dedicating 30 years of service to the church, my parents have no savings, no pension, and no profession.

At times, it's hard for all of us to let go of the anger we have about losing so many years to a man we now know to be a fraud. And attempting to reconstruct our family has been a painful process. There is much for all of us to forgive, and forget. But we have a wonderful helper in our efforts - my 3-year-old daughter, Arianna. Soon, there will be another grandchild [for my parents]. All of us now have a chance to experience the family life that the Unification Church denied us. My children will never hear that their mother is "going away to do God's work." Jonathan and I will raise them with an awareness of every kind of religion, and we intend to let them choose their own faith when they're ready.

I'm almost 30 now, and I've managed to salvage my beliefs by remembering it isn't God who is tyrannical or egotistical - it's Moon. I once read a Unification Church newsletter that asked whether it was more important to be on God's side or on Moon's side. I didn't know then, but I have an answer now: I'm on God's side.

By Donna Collins
as told to William Falk

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